Ich habe lange gebraucht, um das zu verstehen:
Aber Liebe rettet niemanden,
der sich selbst nicht retten will.
Ich war nicht nur drin.
Ich habe mitgemacht.
Ich hätte gehen können.
Aber ich bin geblieben.
Habe erklärt. Verstanden. Gehalten.
Und mich immer weiter selbst verlassen,
um dem anderen das zu geben,
was ich mir selbst gewünscht habe.
Weil ich dachte,
wenn ich nur genug liebe,
wird es irgendwann gut.
Und dann habe ich noch etwas verstanden:
Ich dachte,
ich liebe tief, ehrlich, verbunden.
Aber die Wahrheit ist:
Ich war es selbst noch nicht ganz.
Denn wäre ich wirklich mit mir verbunden gewesen,
hätte ich mich nicht selbst verlassen.
Ich war auf dem Weg.
Ich hatte schon viel verstanden.
Viel reflektiert.
Aber ich musste noch eine Extrarunde gehen.
Nicht jeder spricht deine Sprache.
Nicht jeder ist bereit, sich selbst zu reflektieren.
Nicht jeder ist bereit, wirklich Verantwortung für sich zu übernehmen.
Und manchmal begegnen dir genau diese Menschen,
nicht weil sie „die Richtigen“ sind,
sondern weil sie dich prüfen:
Hast du dich wirklich verstanden?
Oder verlierst du dich wieder?
Und Verantwortung bedeutet für mich,
mich selbst ehrlich zu reflektieren.
Hinzusehen, auch wenn es weh tut.
Denn genau das ist das A und O.
Und wenn du bleibst,
obwohl nichts zurückkommt,
verlierst du nicht den anderen –
sondern dich.
Eigenverantwortung heißt nicht,
dass du schuld bist.
Es heißt,
dass du aufhörst zu bleiben,
wo du dich selbst verlierst.
Ich bin nicht mehr die,
die sich festhält.
Heute bin ich die,
die geht,
sobald ich merke,
dass ich mich selbst verliere.
Vielleicht erkennst du dich darin.
